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Covid-19 und die Zukunft als Management-Trainer

Für Business-Trainer*innen  hat die Corona-Pandemie praktisch über Nacht vieles verändert. Die ganze Weiterbildungs-Branche war gezwungen, über ihr Geschäftsmodell grundlegend nachzudenken und über Nacht neue digitale Lösungen aus dem Boden zu stampfen. Inzwischen ist gut ein Jahr seit dem ersten Lockdown vergangen. Für viele hat sich das Berufsleben nachhaltig verändert. Es stellen sich Fragen, wie digitales Lehren und Lernen unsere Zukunft prägen werden und welche Konsequenzen das für unsere Rolle und das Selbstverständnis als Trainer*innen hat.

Erfahrungen teilen in der Webparade

Diese Erfahrungen mit anderen zu teilen, erweitert den Horizont und vernetzt mit interessanten Persönlichkeiten. Deshalb ist es eine besondere Freude, dass mich meine Netzwerk-Partner Jacqueline Wolf und Dr. Jürgen Sammet auch zum zweiten Teil ihrer Webparade eingeladen haben. #AgileLernbegleitung

In der ersten Runde vor einem Jahr habe ich mit einem eigenen Blogbeitrag teilgenommen und darin über den Umgang mit der neuen Situation reflektiert. Zu einigen Tipps und Erfahrungen gab es positive Rückmeldungen, so dass wir im zweiten Teil folgende drei Kernfragen in den Mittelpunkt unserer Betrachtungen stellen wollen:

  1. Wie sieht die neue Routine aus?
  2. Was möchtest du nicht mehr missen?
  3. Wo liegen hilfreiche Ressourcen?

Die neue Routine als Trainer

Tatsächlich hat das Leben als Online-Trainer einige neue Routinen mit sich gebracht. So ist es zum Beispiel für mich ein kleines Ritual geworden, am Vorabend eines Online-Trainings mein „kleines TV-Studio“ vorzubereiten und vor allem die Beleuchtung, Greenscreen und andere technische Details aufzubauen und zu prüfen. Da stellt sich dann auch immer die Vorfreude auf den nächsten Tag ein.

Ein weiterer positiver Gedanke ist, dass ich in den letzten zwölf Monaten unglaublich viel ausprobiert und gelernt habe. Ich habe immer wieder Geräte gekauft, den Umgang damit gelernt, mich mit dem Thema Videoproduktion beschäftigt und dabei versucht, ständig noch professioneller zu werden. Mir persönlich macht es auch als Trainer Spaß, neue Gerätschaften auszuprobieren und zu sehen, welche Möglichkeiten das bringt. Meine Ausstattungsliste in einem separaten Blogbeitrag wird von mir auch immer wieder aktualisiert.

Mehr Flexibilität durch Online-Trainings

Zur neuen Routine geworden ist mir ebenfalls ein anderer Ablauf bei der Erstellung von Angeboten und der Vorbereitung von Trainings. Es ist nicht nur die Liste der Fragen und Themen, die mit Kunden vorab zu klären sind. Ergänzend kommen nicht selten Informationen über die Besonderheiten von Online-Trainings dazu. Das bedeutet dann weniger Teilnehmer, kürzere Zeiten, damit aber auch in Summe weniger Themen und Inhalte.

Schließlich müssen Angebote oft auch noch den Umstand berücksichtigen, dass man nie genau weiß, ob ein Training in ein paar Monaten dann auch wirklich online oder wieder als Präsenzveranstaltung im Seminarraum mit Hygienekonzept stattfindet. Das erfordert eine gewisse Präzision und Flexibilität, an die sich alle Beteiligten meiner Erfahrung nach inzwischen aber auch  gut gewöhnt haben.

Trainer-Blick in die Kameralinse

Letztlich muss ich als Trainer damit auch für den Ablauf, also die Dramaturgie, zumindest als Grobentwurf fast immer zwei Versionen miteinplanen und mir darüber Gedanken machen. Aber auch das ist letztlich hilfreich und trägt dazu bei, dass ich die Didaktik noch genauer prüfe.

Ein Punkt, der mich noch während der Weiterbildung zum Online-Trainer bei Jacqueline ziemlich gefordert hat, war, auch tatsächlich immer in die Kameralinse zu schauen und nicht auf den Bildschirm. Sogar dieser Punkt ist mittlerweile wirklich zur Routine geworden, was mich persönlich freut und auch immer wieder von Kunden bestätigt wird.

Damit kommen wir auch schon zum letzten Punkt, der mit inzwischen zur lieb gewonnen Gewohnheit geworden ist: Ich fühle mich als Online-Trainer in meinem kleinen Studio vor der Kamera mittlerweile genauso wohl wie im großen Seminarraum. Hier war ich mir nicht ganz sicher, ob mir das auch wirklich gelingen wird, umso mehr freue ich mich darüber, dass es so gekommen ist.

Was möchte ich nicht mehr missen?

Tatsächlich heißt es ja immer, dass Krisen auch Chancen sind. Beruflich gesehen bin ich als Business-Trainer immer noch erstaunt, wieviele Chancen mir die Coronakrise gebracht hat. Gerade Aspekte, die mich oft auch gestresst haben, wie etwa die wöchentliche „Reiserei“, haben sich deutlich verändert.

Seit Beginn der „neuen Arbeitswelt“ schlafe ich nicht mehr bis zu 80 oder mehr Nächte pro Jahr im Hotel, sondern nur noch im eigenen Bett. Ich verbringe viel mehr Zeit zu Hause, verliere keine Zeit mehr wartend auf der Schiene, im Stau auf der Autobahn oder herumsitzend am Gate. Die morgendliche Frage beim Frühstück nach der Zimmernummer – Standardspruch: Die von letzter Woche könnte ich Ihnen sagen, die aktuelle muss ich nachsehen – entfällt.

Größerer Wirkungsradius als Trainer

Für mich bringt das ein deutliches Plus an innerer Balance und Lebensqualität. Allein die Möglichkeit, nach Abschluss eines Trainingstages innerhalb von nur zehn Minuten auf meinem E-Mountainbike zu sitzen und noch die herrliche Natur unserer heimischen Berge zu genießen, ist eine unglaubliche Verbesserung.

Aber auch beruflich bieten sich so viele Chancen und neue Möglichkeiten, sogar mehr Kunden und Umsatz zu generieren. So habe ich z.B. seit einigen Monaten einen neuen Kunden aus dem Großraum Köln-Bonn. Wir arbeiten sehr erfolgreich in einer Serie von halbtägigen und auch ganztägigen Online-Terminen an verschiedenen Themen des Projektmanagements.

Zusätzliche Kunden ohne große Anreise

Früher wäre zumindest ein halbtägiger Workshop vor Ort nicht sinnvoll durchführbar gewesen oder vermutlich am hohen Zeit- und Kostenaufwand für die Reise gescheitert. Bei einem halbtägigen Workshop hätte ich aufgrund der Entfernung und der zu erwartenden Verspätungen auch eine Vorabendanreise mit Übernachtung benötigt.

Dann aber nur einen halben Tag Honorar abrechnen, wenn ich in Summe mehr Reisezeit als „Arbeitszeit“ habe? Nein, das wäre nicht sinnvoll durchführbar gewesen. Entweder hätte ich zumindest einen Teil der Reisezeit berechnen müssen, was vermutlich für den Kunden schwierig gewesen wäre. Oder ich hätte auf den Auftrag verzichtet, weil er in der Durchführung eben nicht kostendeckend gewesen wäre.

Bessere Kostendeckung der Seminare

Heute funktioniert das alles vollkommen problemlos. Der Kunde bezahlt nur die Zeit, die wir effektiv gemeinsam arbeiten und spart sich sogar noch die nicht unerheblichen Reisespesen. Ja sogar ein kurzes Onboarding weiterer Teilnehmer funktioniert einfach und effizient in kurzen Online-Terminen.

Vor Corona wäre der Auftrag in der jetzigen Form entweder nicht kostendeckend oder zu teuer gewesen. Jetzt läuft es prima und ich freue mich sehr auf die weitere Zusammenarbeit und die Möglichkeiten, von denen auch andere Kunden profitieren werden.

Was waren / sind hilfreiche Ressourcen?

Ich denke, es braucht einen guten Mix an hilfreichen Ressourcen. Rein von den Werkzeugen des Online-Trainers her gesehen half mir als „altem IT-Profi“ natürlich die Begeisterung für die Technik und die Online-Tools. Damit verbunden war natürlich auch der Anspruch, als Informatiker die Technik einfach perfekt im Griff zu haben. Wie peinlich wäre das denn, wenn … 😉 Tatsächlich hilft mir dieser Anspruch auch in Momenten, wo die Technik hakt oder ich feststelle, dass auch ein Informatiker nicht alles aus dem Effeff beherrscht und sich auch permanent weiterbilden muss.

Damit verbunden benötigt es natürlich auch eine gewisse Offenheit für Veränderungen und Neuerungen. Als Hoch-Initiativer nach dem DISG-Persönlichkeitsmodell weiß ich, dass das Wort „neu“ allein schon reicht, um meine Neugier und Begeisterung zu wecken.

Radikale Änderungen im Berufsbild

Im letzten Jahr hat sich, glaube ich, mein Beruf zumindest in der Form seiner Ausübung so vollständig und radikal geändert wie noch nie zuvor seit 2003, dem Beginn meiner Selbstständigkeit. Und es wäre wenig hilfreich, ja sogar fatal gewesen, einfach nur auf die Wiedereröffnung der Tagungshotels mit ihren Seminarräumen zu hoffen und zu warten. Das wissen wir inzwischen auch.

Das bringt mich zum nächsten Punkt. Ich hatte von Anfang an das positive Grundgefühl, dass – zumindest nach dem ersten Schock – diese unglaublich große Herausforderung auch wirklich sehr viele Chancen und Möglichkeiten mit sich bringt. Letztendlich habe ich auch in einigen Monaten mein Geschäft weitgehend digitalisiert. Die sich daraus ergebenden Chancen habe ich oben bereits skizziert.

Starker Impuls für mehr Selbstwirksamkeit

Ich bin wirklich dankbar für diesen Impuls, der die Selbstwirksamkeit als Business-Trainer nochmals gestärkt hat. Aus der systemischen Lehre wissen wir ja, dass die dauerhafte Veränderung eines Systems einen starken Impuls benötigt. Der Markt für Trainings und Coachings hat sich durch die Coronakrise dauerhaft verändert und wir können vermutlich noch gar nicht abschließend sehen, welche Chancen und Möglichkeiten sich dadurch ergeben. Ich bleibe neugierig!

Gleichzeitig hätte ich all das nicht geschafft ohne die fantastische Unterstützung in unserem Netzwerk und darüber hinaus. Auch das ist eine wichtige Erfahrung, gerade in der Krise. Der intensive Austausch von Erfahrungen, Tipps, Tools, Büchern, YouTube-Videos etc. innerhalb unserer Netzwerk-Partner, aber auch die zahlreichen Angebote der Verbände wie dvct oder VGSD haben all das erst ermöglicht.

Gemeinsame Solidarität im Netzwerk

Deshalb darf ich zum Abschluss ein herzliches Dankeschön an alle sagen, die hier wirklich fantastische Arbeit geleistet und bewiesen haben, dass es in Krisen wichtig ist, zusammenzuhalten! Welch schönes Beispiel für Solidarität sich da in ganz unterschiedlichen Formen gezeigt hat. WOW! Letztlich ist auch diese Webparade ein weiteres Beispiel dafür – danke nochmals an Jacqueline und Jürgen für die Einladung!

Dr. Markus Blaschkas Tipp:

Als Projektleiter bin ich für das gesamte Projekt verantwortlich, muss aber nicht selbst alles erledigen!

© by Dr. Markus Blaschka 2019

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