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Die 7 goldenen Fragen beim Coaching

Jeder kennt das: Im beruflichen Alltag steht man immer wieder mal vor neuen Situationen oder Veränderungen, die einen Perspektivwechsel erforderlich machen. Zuweilen ist es dann gut, im Zusammenwirken und Gespräch mit einem geübten Coach neue Wege, Lösungen oder Werkzeuge zu finden, die weiterhelfen. Speziell Führungspersönlichkeiten in Teams sind hier gefordert, die richtigen Vorgaben im Coaching zu setzen und Entscheidungen zu treffen, um das Ergebnis der Gruppe weiter zu verbessern.

An diesem Punkt setzt auch der Coaching-Experte, Keynote-Speaker und Buchautor Michael Bungay Stanier an. Er ist Geschäftsführer des kanadischen Beratungsunternehmens „Box of Crayons“, das bei großangelegten Veränderungsprozessen behilflich ist. Sein Credo ist, Managern unter Zeitstreß wirksame Instrumente an die Hand zu geben, um in nur zehn Minuten optimale Coaching-Lösungen zu erzielen. Coaching wird umso effektiver, sagt er, wenn es Teil eines täglichen Rituals in der Arbeit wird.

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Zehn-Minuten-Coaching als Alltagsritual

Damit die Coaching-Versuche von Vorgesetzten zu positiven Erfahrungen von Mitarbeitern und Kollegen werden können, sind die richtigen Fragen zu stellen. Wie das geht, hat Bungay Stanier in seinem Management-Klassiker von 2006 „The Coaching Habit: Say less, ask more und change the way you lead forever“.

In der Übersetzung von Mike Kauschke ist das lange Zeit nur in Englisch erhältliche Werk seit Oktober auch in deutscher Fassung erhältlich: „Reden Sie weniger und fragen Sie mehr. Wie Sie mit Fragen führen und dabei das Potential Ihrer Mitarbeiter entfesseln“ lautet der Titel.

Was behindert die Mitarbeiter?

In einem ersten Schritt analysiert Stanier weitverbreitete und sich gegenseitig verstärkende Probleme, die aus seiner Sicht echte Produktivität verhindern:

Entscheidungen trifft hauptsächlich die Führungskraft. Sie wird damit zum Flaschenhals, die eine höhere Produktivität der Mitarbeiter verhindert.

Führungskräfte sind überlastet: Wenn ein Mitarbeiter eine wichtige Frage oder Entscheidung zu treffen hat, muss er erst den „richtigen Moment“ abwarten, in dem er sich an den Vorgesetzten wendet.

Führungskräfte sind oft unklar in ihren Prioritäten: Aufgrund des Arbeitsdrucks und der Zeitnot setzen gerade überlastete Vorgesetzte Prioritäten meist nicht nach der wirklichen Dringlichkeit und Bedeutung der Aufgaben. Entscheidend ist häufig die momentane Situation. Durch diese Art von „Notfall-Management“ ändern sich auch die Prioritäten immer wieder. Teams, die ihre Aufgaben gezielt abarbeiten wollen, werden so in ihrer Produktivität behindert.

Die 7 wichtigen Coaching-Fragen

Was ist in dieser Situation zu tun? Stanier plädiert dafür, Coachings nicht als wöchentlich oder monatlich abgehandelte, formalisierte Termine zu betrachten. Mehr Nähe und Offenheit zu den Mitarbeiten verschaffen stattdessen Kurz-Coachings von nicht mehr als zehn Minuten Länge. Sie werden Teil der täglichen Arbeitsroutine. Ziel ist dabei nicht die kurzfristige Produktivitätssteigerung des Einzelnen, sondern das Team als ganzes weiterzuentwickeln. Nur so kann daraus echte Entlastung erwachsen.

Als wesentliches Hilfsmittel für sein tägliches 10-Minuten-Coaching sieht Stanier sieben verblüffend einfache Fragen:

1) Die Kickstart-Frage: Um möglich schnell ins Gespräch zu kommen, sind Fragen wie „Was beschäftigt Dich gerade?“ gut geeignet. So bekommt der Coach rasch ein Gefühl, was den Mitarbeiter gerade beschäftigt.

2) Die magische Frage nach Optionen: Fragen wie „Und was sonst noch?“ eröffnen weitere Erfahrungsräume, aus denen der Mitarbeiter das wirklich wichtige Thema auswählen kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Gespräch vertieft wird anstatt voreilig in den Lösungs- und Antwortmodus zu schalten.

3) Die Fokusfrage: Mit der Formulierung „Was ist für Dich die wirkliche Herausforderung?“ fokussiert die Führungskraft die Gedanken aus mehreren Optionen auf die eine wirkliche Herausforderung. Ein Abschweifen auf allgemein-abstraktes Beklagen verhindert dabei die Formulierung „für Dich“.

4) Die Frage nach den grundlegenden Bedürfnissen: Im vierten Schritt ist es nach der Überlegung von Michael Bungay Stanier wichtig, die grundlegenden Bedürfnisse des Gegenübers zu identifizieren. Hilfreich dazu sind Fragen wie „Was brauchst Du?“ Nicht selten sorgen Momente der Stille für eine willkommene Denkpause zum Hineinspüren in die Situation.

Wie sieht der nächste Schritt aus?

5) Die Frage nach dem Weg voran: Nachdem der Vorgesetzte die Bedürfnisse des Mitarbeiters kennt, weist die Frage „Was brauchst Du?“ auf den nächsten Schritt. Sie signalisiert Interesse daran, was der Mitarbeiter wirklich benötigt. Sie zwingt ihn auch, auf den Punkt zu kommen und zu überlegen, wie die passende Unterstützung aussehen kann. Die Antwort zeigt, ob der Mitarbeiter lediglich Dampf ablassen will oder ob es ihm um eine konkrete Verbesserung der Situation geht.

6) Die Frage nach der richtigen Strategie: Für die Umsetzung der besprochenen Option und den Weg nach vorne ist nun die passende Strategie zu entwerfen. Dabei gilt ein Wort von Michael Porter: Die Essenz von Strategie ist zu entscheiden, was nicht getan werden soll. Konkret heißt das, dass das JA zu einer bestimmten Option (z.B. Meeting) gleichzeitig mit einem NEIN zu anderen Alternativen (z.B. Telefonkonferenz zu einem anderen Thema) einhergeht. Um den nötigen Raum bzw. die Zeit für die Umsetzung schaffen zu können, muss vielleicht ein anderes Projekt gestoppt werden.

7) Die Lern-Frage: Am Abschluss einer jeden Coaching-Session steht die Frage „Was war für Dich am hilfreichsten?“ an das Gegenüber. So kann man  das Gespräch nochmal Revue passieren lassen und daraus lernen. Der Hintergedanke: Untersuchungen zu Tests haben gezeigt, dass wir in Prüfungen, bei denen wir die gegebenen Antworten noch einmal überprüfen, deutlich besser abscheiden, als wenn wir die Frage nur einmal durcharbeiten.

Prägnanter Coaching-Tipp

Auf den ersten Blick klingen die sieben Coaching-Fragen von Michael Bungay Stanier simpel. Der Autor gibt uns jedoch viele hilfreiche Tipps und Tricks mit auf den Weg, auf was wir bei jeder Frage achten sollen. Beispiele zeigen, wie Fragen angepasst an die jeweilige Situation zu formulieren sind. Dass und wie die Fragen wirken, veranschaulichen wissenschaftliche Studien zum Thema.

Mit 211 Seiten ist die deutsche Version umfangreicher als das englische Original. Trotzdem ist es ein echter Pluspunkt, das das Thema Coaching knapp, effizient und prägnant auf den Punkt bringt. Die vielen Praxisbeispiele machen es zudem sehr lesenwert. Für mich ist es damit ein Werk, dass durchaus auf dem weihnachtlichen Gabentisch seinen Platz finden könnte.

Michael Bungay Stanier: Reden Sie weniger und fragen Sie mehr. Wie Sie mit Fragen führen und dabei das Potential Ihrer Mitarbeiter entfesseln, Verlag Vahlen 2018, 211 Seiten, ISBN: 978-3800658237 

Dr. Markus Blaschkas Tipp:

Als Projektleiter bin ich für das gesamte Projekt verantwortlich, muss aber nicht selbst alles erledigen!

© by Dr. Markus Blaschka 2019

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