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Ingrid Meyer-Legrand: Die Kraft der Kriegsenkel

Sie wissen ja, dass ich mich als „Kriegsenkel“ sehe und auch im Coaching oft mit anderen Kriegsenkeln arbeite (siehe dazu auch ein anderer Blogartikel). Bücher zu der Thematik gibt es viele, doch eines hat mich besonders begeistert: „Die Kraft der Kriegsenkel“ von Ingrid Meyer-Legrand.

Dank Facebook hat man heutzutage ja auch mit manchen Autoren schnell Kontakt. Über eine Kriegsenkel-Gruppe auf Facebook bin ich tatsächlich schnell in Kontakt mit Ingrid gekommen. Somit sind wir seit einiger Zeit auf Facebook befreundet. Aber Sie wissen ja, wie das mit Facebook-Freunden so ist, irgendwie fehlt doch der persönliche Eindruck. Daher war ich sehr glücklich, dass Ingrid nun auch endlich – nach etlichen Terminen in Berlin und Hamburg – für eine Lesung nach München gekommen ist. Für mich ein Pflichttermin. Ingrid war zunächst erstaunt über die geringe Anzahl an Teilnehmern (um die 20). In Berlin oder Hamburg kommen immer rund 100 Leser. Dafür wurde es dann ein recht persönlicher Abend mit vielen Beispielen aus dem Kreis von uns Teilnehmern.
Im Laufe des Abends stellte Ingrid mehrere Kernthemen vor, mit denen wir Kriegsenkel oft zu kämpfen haben, aus denen wir aber auch unsere Stärken entwickeln können:

  • Ein häufiger Glaubenssatz ist, dass Beziehungen immer Arbeit und Leistung von uns erfordern. Wir verdienen es nicht, so geliebt zu werden, wie wir sind, sondern müssen immer etwas leisten in Beziehungen. Das führt oft dazu, dass wir uns sehr um andere Menschen bemühen und fast immer in helfenden Berufen (oder Interessen) unterwegs sind. Die Falle ist hier, auf uns selbst genug aufzupassen.
  • Wir waren nie so richtig Sohn oder Tochter, dürfen das jetzt aber als Erwachsene endlich sein. Oft haben wir eine problematische Identifizierung mit den Eltern erlebt, d.h. wir haben aus Loyalität und weil wir die Bedürftigkeit unserer Eltern gespürt haben, die Rollen mit unseren Eltern vertauscht und für die Eltern gesorgt. Dabei durften wir dann aber eben nicht Kind sein – ein Kind wird von den Eltern beschützt. Es ist wohl ein Thema, das viele Kriegsenkel mit Eltern im hohen Alter betrifft. Da meine Eltern früh verstorben sind, kenne ich das Thema nur von Klienten.
  • Generell geht es für uns oft um unsere Rollen im Leben. Ingrid betont, wir dürfen bzw. sollen unsere Rollen bewusst annehmen und leben. Manchmal ist das eine Herausforderung, fanden wir Leser. Aber es ist auch ein wichtiger Punkt.
  • Wir achten alle zu sehr darauf, wie es den anderen geht und richten uns zu viel nach den anderen. Dabei schauen wir zu wenig auf uns und verausgaben uns emotional/psychisch/körperlich zu sehr. Bei den Eltern dürfen wir zumindest einfordern, dass sie freundlich zu uns sind, wenn wir uns auch im Alter um sie kümmern. Bei anderen Beziehungen sollten wir zumindest auf ein faires Verhältnis von Geben und Nehmen achten, sprich: Kommt auch von der anderen Person genug für mich zurück?
  • Oft kämpfen wir Kriegsenkel mit Beziehungslosigkeit und glauben, dass wir gar nicht zu einer Beziehung fähig sind. Wir sind jedoch nicht beziehungsunfähig, sondern dürfen anerkennen, dass Beziehungen sehr vielfältige Formen haben können. Wir haben oft einen sehr guten Freundeskreis. Und auch in intimen Beziehungen muss es ja nicht immer die klassische Ehe sein, bei der man gemeinsam unter einem Dach wohnt. Es ist auch okay, z.B. in Beziehungen getrennt zu wohnen und das auch als Vorteil zu sehen. So hat jede(r) eine Rückzugsmöglichkeit.
  • Wir haben oft eine Biografie mit mehreren Berufen und zig Ausbildungen. Aus der Sicht von Ingrid dürfen wir endlich ankommen im Beruf und im Leben und müssen nicht weiter auf der Flucht sein. Gerade dieser Punkt hat mich selbst sehr stark angesprochen: Soll ich Ihnen meine Liste der Weiterbildungen zeigen?
  • Anders als vielleicht der Glaubenssatz unserer Eltern besagt, dass es nämlich in der ersten Reihe (im Krieg) immer gefährlich ist, dürfen wir ruhig in die erste Reihe gehen, uns zeigen und unseren Platz im Leben behaupten.
  • Wir dürfen uns der Welt mehr zumuten – so, wie wir sind.

Gerade den letzten Punkt fand ich sehr bereichernd. Und so ging ich erfüllt und glücklich auf die Heimreise. Mehr zu Ingrid und ihrer Methode „My Life Storyboard“ finden Sie auf Ihrer Homepage.

Das Buch „Die Kraft der Kriegsenkel. Wie Kriegsenkel heute ihr biografisches Erbe erkennen und nutzen“ mit 254 Seiten ist 2016 im Europa Verlag, ISDN: 978-3-95890-008-0, erschienen.  Ingrid Meyer-Legrand arbeitet als Coach, Supervisorin und Therapeutin in eigener Praxis in Berlin und Brüssel u.a. mit Führungskräften aus Wirtschaft und öffentlichem Dienst.

Dr. Markus Blaschkas Tipp:

Als Projektleiter bin ich für das gesamte Projekt verantwortlich, muss aber nicht selbst alles erledigen!

© by Dr. Markus Blaschka 2019

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