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Buchtipp: Sabine Bode: Kriegsenkel. Die Erben der vergessenen Generation

Sabine Bode hat sich zunächst der Nachkriegskinder angenommen, bevor sie sich auch deren Nachkommen widmete: Den Kindern der Nachkriegskinder. Also die Enkel derer, die selbst noch den Zweiten Weltkrieg, möglicherweise sogar noch den Ersten Weltkrieg, miterlebt haben. Sie grenzt die Generation der Kriegsenkel zwar auf die zwischen 1960 und 1975 Geborenen ein, meint  damit aber all jene, die in den Wohlstandszeiten nach 1960 aufgewachsen sind. In ihrem Buch beleuchtet sie, warum ausgerechnet diese in Frieden und Reichtum Herangewachsenen sich so oft gegen eine eigene Familie entscheiden. Warum ausgerechnet sie Probleme mit den Eltern haben, mit ihnen schlecht kommunizieren können oder vor Familienfeiern fliehen. Warum es bei den Kriegsenkeln oft diffuse Ängste, auch massive Existenz- und Zukunftsängste, gibt – scheinbar unbegründet. Bode zeigt mit ihren Recherchen: So ohne Grund kommt das eben alles nicht! Der Krieg hat ein tiefes Trauma hinterlassen, das über Generationen „wirkt“. Bode geht der Frage nach, wie es dazu kommen konnte, dass ein Ereignis, das über 60 Jahre zurück liegt, selbst das Leben der Nachgeborenen belastet. Das Buch hilft den Kriegsenkeln, ihre eigene Geschichte besser zu verstehen, ebenso die eigenen Eltern und eventuell Großeltern. Etwa die nervenden„Ticks“, übertriebene Ängste oder Verhaltensweisen, die bislang nicht nachvollziehbar erschienen.

Sabine Bode: „Kriegsenkel. Die Erben der vergessenen Generation“

Empfehlenswert sind auch Bodes Vorgänger-Werke „Die vergessene Generation: Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen“ (Klett-Cotta, 2015) und „Nachkriegskinder: Die 1950er Jahrgänge und ihre Soldatenväter“ (Klett-Cotta, 2016)

Foto: privat

Dr. Markus Blaschkas Tipp:

Als Projektleiter bin ich für das gesamte Projekt verantwortlich, muss aber nicht selbst alles erledigen!